berufliches

 

 

TheLittleRedCar

 

© 2014 Heinz Richarz

 

Wie fast alle jungen Leute - Grundschule, Hauptschule --> mit Abschluss.

 

Zwischendrin der Versuch auf die Realschule zu gelangen, was fehlschlug - gleich zweimal.

 

Ebenso der Versuch auf ein Aufbaugymnasium zu gelangen, was ebenso - gleich zweimal - fehlschlug.

 

Ein weiterer Fehlschlag - die Prüfung für die 10te Klasse nicht geschafft.

 

Somit immerhin Umweg über die 2jährige Handelsschule. Diese sehr gut abgeschlossen.

 

Im Anschluss daran das Wirtschaftsgymnasium. Hier leider nur das Abgangszeugnis der 12ten Klasse, da - wen wundert es - zweimal das Abitur nicht geschafft.

 

Nun begann der berufliche Weg. Aushilfskraft im Baumarkt "Bauhaus" für 2 1/2 Jahre. Hier wenigstens meine Kenntnisse in Buchführung etc. anbringen können, da die letzten 1 1/2 Jahre im Wareneingang gearbeitet. Das erste Jahr arbeitete ich im Holzzuschnitt. Während dieser Aushilfstätigkeit noch den Zivildienst absolviert - insgesamt 20 Monate, davon 18 Monate in einem Alten- und Pflegeheim in Bendorf/Rhein auf einer Pflegestation. Dies wäre wohl als Einstieg in meine berufliche "Karriere" zu betrachten.

 

Ausbildung zum examinierten Altenpfleger in Mannheim, kurzer Ausflug nach Friedrichshafen am Bodensee (lediglich ein halbes Jahr - sehr gute Urlaubsgegend, als Lebensmittelpunkt für mich persönlich eine Enttäuschung). Dann zurück in meine Geburtsstadt und Arbeit in einem Kranken- und Pflegeheim in Hausen/Wied. Das Wiedtal durchzieht den Westerwald und der Westerwald ist grün.........schön grün. Der Monat in dem Kranken- und Pflegeheim war ein Aufbrauch, da ich hier lernte, wie ich es in Zukunft nicht machen werde.

 

Also wieder zurück nach Mannheim und dort für 2 1/2 Jahre in einem psychiatrischen Wohnheim (ab 50 Jahre) gearbeitet. Hier hatte ich bereits meine Anerkennung zum examinierten Altenpfleger für ein halbes Jahr absolviert. Erster Kontakt mit der Psychiatrie als ein Arbeitsgebiet von Vielen. Zum Ende hin eine offene Tuberkulose und somit nicht arbeitsfähig. Im Anschluss an diese längere Arbeitsunfähigkeit der Gedanke auf ein "wo geht es nun hin" und der Entschluss Sozialarbeit zu studieren. Davor jedoch noch ein Abstecher nach Bad Vilbel/Taunus um dort für weitere 1 1/2 Jahre in einem Pflegeheim zu arbeiten.

 

1989 dann Beginn mit dem Studium. Ein 3tägiger Kurzbesuch in Hamburg ließ den Entschluss reifen, nach dem Studium nach Hamburg zu ziehen. Da ich ein rheinischer Dickkopf bin (legt sich mit dem Alter), setzte ich meinen Entschluss in die Tat um und zog 1992 nach Hamburg, schrieb dort im Sommer in Windeseile meine Diplomarbeit - die Prüfung zum Sozialarbeiter hatte ich bereits geschafft (man höre und staune!) und beendete das Studium als Dipl.-Sozialarbeiter und nur so bekommt man Stellen in Hamburg - darunter geht es nicht. Auch heute noch.............

 

Nach dem Diplom - im Herbst 1992 arbeitete ich für ein Jahr im Rahmen der Anerkennung in einem Hamburger Gesundheitsamt, dort im Sozialpsychiatrischen Dienst. In 1993 schlossen sich 7 Jahre in einem weiteren Sozialpsychiatrischen Dienst im Hamburger Norden an. 2000 - gerade 40 geworden - verließ ich den "Sozialen Bereich" und ging in die Softwarebranche zu der Firma "Channel One". Wie soviele dieser Firmen in 2000 ging aus diese aufgrund des Crachs am sogenannten "Neuen Markt" pleite und somit blieb nur der Weg zurück in bekannte Gefilde. Also - erneute Anstellung in einem Sozialpsychiatrischen Dienst in Hamburgs Süden - für weitere 2 1/2 Jahre.

 

Aus mir bislang unerfindlichen Gründen erfaßte mich eine Art "Heimweh" und ich zog zurück ins Rhein/Nackardreieck (Dreieck deshalb, weil hier Rheinland-Pfalz/Baden-Württemberg und Hessen ihre gemeinsam "Grenzen" haben.

 

Ich arbeitete dann 5 Jahre in einem Sozialpsychiatrischen Wohnheim in einem kleinen Ort am Rande des Pfälzer Waldes. Zuerst frustriert, dann aber mit einem guten Team und dem Aufbau in die heutige Sozialpsychiatrie, leidenschaftlich und begeistert für die Wohngruppe, das Haus und den Fortgang in die Zukunft der psychiatrischen Betreuung.

 

Das oben benannte "Heimweh" meldete sich nun erneut, allerdings für Hamburg. Nun endlich - dies nun seit fast 6 Jahren - wir schreiben das Jahr 2014, habe ich wohl meine zweite Heimat gefunden und werde auch hier verbleiben, bis zur Rente....und dem letzten Schritt. Hier arbeite ich nun seit über 5 Jahren in einem Krankenhaus, in der psychiatrischen Abteilung, im Osten Hamburgs.